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Bücher zu Lateinamerika

Autor
Rosencof, Mauricio

Der Gesandte des Feuers (El eviado del fuego)

Untertitel
Roman. A. d. Span. von Willi Zurbrüggen
Beschreibung
Verlag
Köln: Edition Köln, 2007
Format
englbr.
Seiten
176 Seiten
ISBN/EAN
978-3-936791-04-4
Preis
12,90 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Mauricio Rosencof wurde am 30. Juni 1933 in Florida/Uruguay als Sohn polnisch-jüdischer Einwanderer geboren. In den 60er Jahren war führendes Mitglied der Tupamaros, wurde 1972 verhaftet und war über 11 Jahre in Isolationshaft, wo er gefoltert wurde. Er ist Lyriker, Romanautor und Theaterschriftsteller. Viele seiner zahlreichen Werke sind auch in Deutsch erschienen. Siehe dazu: Bücher zu Lateinamerika, Gesamtverzeichnis 2002/2003 und Neuerscheinungen 2003/2004.

Zum Buch:

„Ich mach’s nicht so wie der Jenseitige Vater, auch Er, ein Sohn des Uhr. Nein. Er erschuf und verdrückte sich. Hinterher schickte er die Maurer, zum Reparieren … Aber Er kam nicht zurück. Er machte, alles, ein großen Entwurf, und dann machte er den Laden dicht.“ So klagt der ungenannte Ich-Erzähler, Insasse einer psychiatrischen Klinik am Ende des Romans. Beigestellt hat der Autor ihm die Chola („Wenn Sie kommen und der Chola sagen, geht sie und machts. Sie ist sehr gefällig.“) und ein Hund-ähnliches Wesen aus Feuer, das mit dem Schwanz wedelt und um Stöckchen bettelt. „Habe es ‚Lohe’ genannt. Netter Name, nicht?“ Es dauert etwas, bis die Leserinnen und Leser sich in den ununterbrochenen Monolog des „Ver-rückten“, der über Gott und die Welt räsoniert und dabei zwischen Realität und Irrsinn wechselt, eingelesen haben. Aber dann bietet die Lektüre ein zwar mitunter anstrengendes aber auch heiteres Vergnügen. Ein urkomisches Buch voller Humor und surrealem Spaß.    Klaus Küpper (Bücher zu Lateinamerika)