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Bücher zu Lateinamerika

Autor
Sacheri, Eduardo

Warten auf Perlassi (Arároz y la verdad)

Untertitel
Roman. Aus dem Span. von Matthias Strobel
Beschreibung
Verlag
Berlin: Berlin Verlag, 2010.
Format
geb.
Seiten
222 Seiten
ISBN/EAN
978-3-8270-0890-9
Preis
19,90 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Eduardo Sacheri wurde 1967 in Buenos Aires geboren. Er ist Professor für Geschichte und unterrichtet an Universitäten und Gymnasien. Er veröffentlichte bisher vier Bände mit Erzählungen und zwei Romane. Nach den Fußballgeschichten in dem Band „Die Hand Gottes und andere Tangos“ ist „Warten auf Perlassi“ sein ersten übersetzter Roman im deutschen Sprachraum.

Zum Buch:

Wie schon in dem köstlichen Band mit Erzählungen „Die Hand Gottes und andere Tangos“, ist das Fußballspiel ein wichtiges Thema in diesem Roman. Die Hauptperson Aráoz ist von seiner Frau verlassen worden und dieses Ereignis wirft ihn völlig aus der Bahn. Er verliert seine Arbeit, lebt vom Verkauf seines Autos und verläßt über fünf Monate lang seine mittlerweile verwahrloste Wohnung nicht mehr. Seine Gedanken kreisen ständig um ein Erlebnis, das er als Achtjähriger hatte. Wieso hat der Fußballspieler Perlassi damals den gegnerischen Stürmer nicht „umgesäbelt“ und damit das Tor und die Niederlage seines Vereins verhindert, eine Niederlage, die schließlich einen unaufhaltsamen Abstieg bis in den Ruin auslöste? Hat Perlassi das Spiel verkauft? Wurde er bestochen, wie sämtliche Zuschauer und Anhänger des Vereins vermuteten? Schließlich rafft Arároz sich auf, um diese Frage zu klären – er will die Wahrheit von Perlassi selbst erfahren. In dem gottverlassenen Kaff, in dem Perlassi eine Tankstelle unterhält, nimmt er ein Zimmer, um auf  ihn zu warten. Der Fortgang der weiteren, völlig unspektakulären Handlung wird immer wieder durch Rückblenden unterbrochen, in denen  Aráoz sich über seine Vergangenheit Klarheit zu verschaffen versucht. In den Gesprächen mit dem mißtrauischen Verwalter der Tankstelle erfährt er allmählich die wahren Hintergründe für Perlassis Verhalten. Ein ruhiges Buch, das völlig ohne spektakuläre Ereignisse auskommt und dennoch die Leser bis zum Schluß in Spannung hält. Klaus Küpper (Bücher zu Lateinamerika)