Zur Autorin/Zum Autor:
Domingo Faustino Sarmiento wurde am 15. Februar 1811 in San Juan, Argentinien geboren. Vor dem Caudillo Facundo Quiroga floh er 1831 nach Chile wo er in verschiedenen Berufen seinen Lebensunterhalt verdiente. Zurückgekehrt, gründete er eine liberale Zeitung, die bald verboten wurde. 1840 wurde er verhaftet und nach Chile abgeschoben. Hier entfaltete er einer wirksame publizistische Tätigkeit als heftiger Gegner des argentinischen Diktators Rosas, der vergeblich seine Auslieferung verlangte. Von 1845 bis 1848 bereist er Europa, Nordafrika und Nordamerika. Es folgte ein erneutes Exil in Chile. Nach seiner Rückkehr wird er nacheinander Gouverneur seiner Heimatprovinz, Botschafter in den USA und 1868 bis 1874 Präsident Argentiniens. Aus allen seinen Werken ragt der hier vorgestellte, erstmals vollständig auf Deutsch vorliegende Romanessay (gegen das Haupt des Tyrannen geschleuderte Felsbrocken, so seine eigene Charakterisierung) hervor. Sarmiento starb am 11. September 1888 in Asunción. Sarmiento war gewiß ein Machtmensch, aber er war auch ein Poet sagt Berthold Zilly und, wie Borges schrieb, ein Zeuge und ein Träumer.
